
Deutsche Minderheit

Diese Infobox wurde mithilfe von KI generiert und von der Redaktion geprüft.
Er ist bald 85 Jahre alt und arbeitet immer noch als selbstständiger Buchhalter: Walter Brüning, Ulderup (Ullerup), kann am 18. Februar auf ein langes und aktives Leben zurückblicken. Ein Leben, das 1941 in Hadersleben (Haderslev) begann, wo er als Sohn der Goldschmied-Familie Brüning zur Welt kam.
Als Kind der deutschen Minderheit besuchte er einen deutschen Kindergarten, betont aber: „Anfang der 40er Jahre gab es keine deutsche Schule in Hadersleben.“ Er wuchs zusammen mit seinem Bruder Horst auf, der später nach Bernau im Schwarzwald zog.
Nach der Schulzeit begann Walter eine Ausbildung zum Buchhalter bei Volkswagen in Hadersleben. Anfang der 1960er-Jahre zog er nach Sonderburg (Sønderborg), wo er bei der damaligen Fabrik „JF-Fabriken“ arbeitete und in die Buchhaltung einstieg.
Seine Frau Heidi lernte er über ihre Schwiegereltern kennen. Heidi arbeitete damals an einer Kasse in Hadersleben und hatte regelmäßig Kontakt zu einer Kundin, Frau Brüning, deren Mann einen Goldschmiedeladen betrieb.
Sie brachte ein Erbstück ihrer verstorbenen Mutter in diesen Laden und ließ es von Walters Vater verändern. Im Gespräch darüber lud Frau Brüning sie ein, und als Walter und sein Bruder aus dem Urlaub zurückkamen, lernte man sich kennen. Walter blieb hartnäckig, erinnert sich Heidi Brüning: „Er ließ nicht locker.“

1967 heirateten Walter und Heidi in Stübbek (Stubbek). Nach der Hochzeit baute das Paar in Hostrupskov ein Haus und gründete eine Familie.
Zwei Töchter wurden geboren: die ältere Tochter Alice und die jüngere Tochter Doris. Alice lebt in Varde, Doris wohnt in Alnor und arbeitet im Haus Nordschleswig. Die beiden schenkten Walter und Heidi drei Enkelkinder, dazu kamen zwei Bonus-Enkelkinder.
Beruflich blieb Walter seinem Berufszweig treu. „Ich war immer Buchhalter“, fasst er seine Laufbahn zusammen. Das Paar lebte viele Jahre in Rinkenis (Rinkenæs), bevor es vor vier Jahren nach Ulderup bei Blans zog.
Walter Brüning
In der Freizeit engagiert sich Walter Brüning nach wie vor intensiv in Vereinen. „Seit 2008 bin ich im Vorstand des Deutschen Museums Nordschleswig“, erzählt er über seine Arbeit für das Museum in Sonderburg (Sønderborg), wo er bis vor Kurzem die Kasse verwaltete. Außerdem arbeitet er im Vorstand des BDN-Ortsvereins Fördekreis mit, war in seiner Jugend ein leidenschaftliches Mitglied im Antennenverein, engagierte sich ehrenamtlich im örtlichen Wasserwerk sowie im Bürgerverein und ist seit 48 Jahren Mitglied der Odd-Fellow-Loge in Sonderburg. Auch im deutsch-dänischen Kunst- und Kulturverein FFKK ist Walter Brüning seit zehn Jahren Kassierer.
Reisen bedeuteten für das Paar vor allem Familienbesuche. Das wichtigste Ziel war Kanada, wo die Geschwister von Heidi lebten. Die beiden reisten mehrfach nach Toronto und einmal nach British Columbia.
Besonders blieb der Aufenthalt während der Anschläge vom 11. September 2001 in Erinnerung, als sie wegen Flugausfällen mehrere Tage länger bleiben mussten und erst nach einer langen Rückreise nach Hause kamen. Die Mehrsprachigkeit der ganzen Familie wurde dabei deutlich, erinnert sich Walter Brüning: „Wir sprechen Deutsch, Dänisch, Englisch und Sønderjysk miteinander.“
Die deutsche Minderheit prägte Walters Leben deutlich. Obwohl er nur die dänische Schule besuchte, fühlt er sich klar zugehörig. „Ich fühle mich als ein Teil der Gemeinschaft. Es ist für uns und für mich wie eine Familie.“

Die Alltagssprache des Paares ist Sønderjysk. „Das war so von Anfang an“, betont Heidi, obwohl beide aus deutschen Familien stammten. Die Sprache passe sich der Situation an, sagt Walter Brüning. „Es kommt wohl darauf an, wie man angesprochen wird. Dementsprechend antworte ich.“
Trotz seines Alters beendet Walter sein Berufsleben nicht. „Ich habe weiterhin meine eigene kleine Firma“, sagt er über seine Buchhaltungsberatung. Seit über vier Jahrzehnten betreut er Betriebe und ist selbstständig. Auf die Frage, ob er in den Ruhestand gegangen sei, antwortete er klar: „Nee, nee, nee, nee.“ Die Arbeit halte ihn geistig wach: „Da kommt man nicht auf dumme Gedanken und man langweilt sich nicht.“
Zum 85. Geburtstag wünschte sich Walter vor allem Gesundheit: „Dass wir gesund bleiben und wir so weiterleben können wie bisher“.
Deutsche Minderheit

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Er ist bald 85 Jahre alt und arbeitet immer noch als selbstständiger Buchhalter: Walter Brüning, Ulderup (Ullerup), kann am 18. Februar auf ein langes und aktives Leben zurückblicken. Ein Leben, das 1941 in Hadersleben (Haderslev) begann, wo er als Sohn der Goldschmied-Familie Brüning zur Welt kam.
Als Kind der deutschen Minderheit besuchte er einen deutschen Kindergarten, betont aber: „Anfang der 40er Jahre gab es keine deutsche Schule in Hadersleben.“ Er wuchs zusammen mit seinem Bruder Horst auf, der später nach Bernau im Schwarzwald zog.
Nach der Schulzeit begann Walter eine Ausbildung zum Buchhalter bei Volkswagen in Hadersleben. Anfang der 1960er-Jahre zog er nach Sonderburg (Sønderborg), wo er bei der damaligen Fabrik „JF-Fabriken“ arbeitete und in die Buchhaltung einstieg.
Seine Frau Heidi lernte er über ihre Schwiegereltern kennen. Heidi arbeitete damals an einer Kasse in Hadersleben und hatte regelmäßig Kontakt zu einer Kundin, Frau Brüning, deren Mann einen Goldschmiedeladen betrieb.
Sie brachte ein Erbstück ihrer verstorbenen Mutter in diesen Laden und ließ es von Walters Vater verändern. Im Gespräch darüber lud Frau Brüning sie ein, und als Walter und sein Bruder aus dem Urlaub zurückkamen, lernte man sich kennen. Walter blieb hartnäckig, erinnert sich Heidi Brüning: „Er ließ nicht locker.“

1967 heirateten Walter und Heidi in Stübbek (Stubbek). Nach der Hochzeit baute das Paar in Hostrupskov ein Haus und gründete eine Familie.
Zwei Töchter wurden geboren: die ältere Tochter Alice und die jüngere Tochter Doris. Alice lebt in Varde, Doris wohnt in Alnor und arbeitet im Haus Nordschleswig. Die beiden schenkten Walter und Heidi drei Enkelkinder, dazu kamen zwei Bonus-Enkelkinder.
Beruflich blieb Walter seinem Berufszweig treu. „Ich war immer Buchhalter“, fasst er seine Laufbahn zusammen. Das Paar lebte viele Jahre in Rinkenis (Rinkenæs), bevor es vor vier Jahren nach Ulderup bei Blans zog.
Walter Brüning
In der Freizeit engagiert sich Walter Brüning nach wie vor intensiv in Vereinen. „Seit 2008 bin ich im Vorstand des Deutschen Museums Nordschleswig“, erzählt er über seine Arbeit für das Museum in Sonderburg (Sønderborg), wo er bis vor Kurzem die Kasse verwaltete. Außerdem arbeitet er im Vorstand des BDN-Ortsvereins Fördekreis mit, war in seiner Jugend ein leidenschaftliches Mitglied im Antennenverein, engagierte sich ehrenamtlich im örtlichen Wasserwerk sowie im Bürgerverein und ist seit 48 Jahren Mitglied der Odd-Fellow-Loge in Sonderburg. Auch im deutsch-dänischen Kunst- und Kulturverein FFKK ist Walter Brüning seit zehn Jahren Kassierer.
Reisen bedeuteten für das Paar vor allem Familienbesuche. Das wichtigste Ziel war Kanada, wo die Geschwister von Heidi lebten. Die beiden reisten mehrfach nach Toronto und einmal nach British Columbia.
Besonders blieb der Aufenthalt während der Anschläge vom 11. September 2001 in Erinnerung, als sie wegen Flugausfällen mehrere Tage länger bleiben mussten und erst nach einer langen Rückreise nach Hause kamen. Die Mehrsprachigkeit der ganzen Familie wurde dabei deutlich, erinnert sich Walter Brüning: „Wir sprechen Deutsch, Dänisch, Englisch und Sønderjysk miteinander.“
Die deutsche Minderheit prägte Walters Leben deutlich. Obwohl er nur die dänische Schule besuchte, fühlt er sich klar zugehörig. „Ich fühle mich als ein Teil der Gemeinschaft. Es ist für uns und für mich wie eine Familie.“

Die Alltagssprache des Paares ist Sønderjysk. „Das war so von Anfang an“, betont Heidi, obwohl beide aus deutschen Familien stammten. Die Sprache passe sich der Situation an, sagt Walter Brüning. „Es kommt wohl darauf an, wie man angesprochen wird. Dementsprechend antworte ich.“
Trotz seines Alters beendet Walter sein Berufsleben nicht. „Ich habe weiterhin meine eigene kleine Firma“, sagt er über seine Buchhaltungsberatung. Seit über vier Jahrzehnten betreut er Betriebe und ist selbstständig. Auf die Frage, ob er in den Ruhestand gegangen sei, antwortete er klar: „Nee, nee, nee, nee.“ Die Arbeit halte ihn geistig wach: „Da kommt man nicht auf dumme Gedanken und man langweilt sich nicht.“
Zum 85. Geburtstag wünschte sich Walter vor allem Gesundheit: „Dass wir gesund bleiben und wir so weiterleben können wie bisher“.
KUNSTSZENE FFKK:
Nach 20 Jahren hat der Verein endlich ein Zuhause gefunden

Hunderte Kunstschaffende zwischen Bremen und Aarhus haben in den vergangenen 20 Jahren mehrere Tausend Werke in der deutsch-dänischen Grenzregion ausgestellt. Treibende Kraft dahinter war und ist der Verein „Flensborg Fjords Kunst & Kulturforening“ (FFKK), der im März sein 20-jähriges Bestehen feiern kann. Aktuell sind 212 Künstlerinnen und Künstler im Verein aktiv.
In diesem Jahr hat FFKK einen besonderen Grund zum Feiern: Der Verein hat nach Jahrzehnten der Suche endlich einen festen Sitz gefunden. Und zwar in der Empfangshalle des Campingplatzes Rinkenæshus.
„Hier können wir uns regelmäßig treffen, Kunst ausstellen oder Workshops veranstalten“, sagt Karin Baum, die den Verein vor 20 Jahren gegründet hat und seit 2024 Vorsitzende ist. Die neue Bleibe schafft Raum für regelmäßige Treffen: Ab April findet an jedem ersten Freitag im Monat ein FFKK-Stammtisch statt.
Zwei Jahrzehnte lang zog der Verein mit seinen Ausstellungen von Gebäude zu Gebäude. Stellte in Kirchen, Büchereien, Schulen, Scheunen und vielen weiteren Orten aus. Machte Kunst vor dem Schloss Glücksburg sowie auf Festivals, und sogar auf dem Schiff war der FFKK in Aktion: beim Kunst-Törn auf der Fahrradfähre auf der Flensburger Förde.

Jetzt ist der FFKK dort angekommen, wo er im März 2005 gegründet wurde: im Rinkenæshus. „Wir haben nach 20 Jahren ein Zuhause gefunden, von dem wir sagen können: Da können wir sein“, sagt die Vorsitzende.
Möglich machten das Hannah und Marcus Reinhardt, die seit August 2023 den Campingplatz Rinkenæshus besitzen. Sie fanden die Idee gut, den großen Saal, in dem Rezeption und ein Café eingerichtet ist, den FFKK-Mitgliedern zur Verfügung zu stellen. „Eine schöne Co-Existenz“, sagt Hannah Reinhardt.
Es sei eine Win-win-Situation für beide Seiten, so Karin Baum. Der Verein hat eine Bleibe, und die Mitglieder nutzen bei den regelmäßigen Treffen das Angebot im Café und schmücken die Halle mit Kunst. Eine feste Miete zahlt der FFKK zunächst nicht, „wir schauen jetzt erst mal, wie sich das entwickelt“, sagt die Campingplatzbetreiberin. Die Künstlerinnen und Künstler bringen Leben ins Rinkenæshus – und das finden beide Seiten gut.

„Es fühlt sich einfach unglaublich toll an, endlich ein Zuhause zu haben, in dem wir uns treffen und uns regelmäßig inspirieren können“, sagt Karin Baum. „Wir sind stolz darauf, dass wir über unsere Kunst Brücken zwischen Deutschland und Dänemark gebaut haben und ein Netzwerk zwischen Hamburg, Bremen und Aarhus entstanden ist, das viele Visionen in die Tat umgesetzt hat.“
Generalversammlung
Die Generalversammlung des FFKK findet am 19. März 2025 ab 19 Uhr im Rinkenæshus statt. Ab Freitag, 4. April, gibt es jeden ersten Freitag im Monat einen Stammtisch für alle FFKK-Mitglieder und Interessierten im Rinkenæshus. Beginn ist um 15 Uhr.